Pater Frano Čugura OFM

Ich bin Pater Frano Čugura,

seit dem 1. Oktober bin ich, laut Dekret, Pfarrer der Gemeinde St. Sebastian und Leiter der kroatischen katholischen Mission. Nun möchte ich mich kurz vorstellen:

Geboren bin ich am 11.08.1961 in Sinj, in Kroatien. Dort bin ich in die Grundschule gegangen und besuchte anschließend das franziskanische Gymnasium. Nach dem Abitur kam dann das Noviziatsjahr auf der kleinen Flussinsel Visovac, auf der sich nur Franziskanerkloster, Kirche und Gärten befinden. Während des Novitiatsjahres habe ich auch Militärdienst bei der Jugoarmee leisten müssen. Theologie habe ich in Makarska und in Zagreb studiert. 1986 habe ich mein ewiges Gelübde als Franziskaner abgelegt und am Valentinstag 1988 wurde ich zum Priester geweiht. Mein Wunsch und meine, so meinte ich, Berufung war eigentlich Pfarrer zu sein und zwar im Hinterland von Split oder Trogir, in den Karstgebieten, wo nur alte Menschen leben und die Pfarreien, durch Wegzug junger Menschen ziemlich verwahrlost waren. Aber nein! Die Ordensleitung hat mich nicht aufs Land, sondern in die Großstadt München geschickt.

Na ja. Gut, so dachte ich. Ich bleibe in München einige Jahre, lerne die Sprache und in fünf, sechs Jahren – ab in den Süden. Von wegen! Aus diesen einigen Jahren sind inzwischen 26 Jahre geworden und ich bin in Deutschland inzwischen beheimatet. Zuerst war ich sieben Jahre Kaplan in München, dann sieben Jahre Pfarrer in Geretsried, Landkreis Bad Tölz und dann sieben Jahre Pfarrer in München. Die letzten vier Jahre war ich Pfarrer der kroatischsprachigen Gemeinden Bietigheim-Bissingen, Illingen und Vaihingen/Enz.

All diese, von mir nicht geplante Jahren, waren segensreich und ich danke Gott, dass er mein Leben in seine Hand genommen und mich geführt hat. Nun, freue ich mich über meine neue Tätigkeit als Pfarrer der Gemeinde St. Sebastian und der kroatischen kath. Mission. Es ist eine große Herausforderung für mich, zwei so verschiedene Gemeinden zu leiten. Ich hoffe, viele von Ihnen werden mit anpacken, dass unsere Gemeinde und Ortskirche in Berlin zu einer geistlichen Heimat für viele wird und dass durch uns Gottes Liebe für diese Welt sichtbar wird.